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Fünf Wehren im Einsatz

Hausbrand in Schlagsdorf sorgt für Wirbel

Die Uhr zeigte 18.13 an, als in den fünf Gemeinden des Schulverbandes die Sirenen heulten und die freiwilligen Helferinnen und Helfer aus dem Freitagabend rissen. Gleichzeitig in Thandorf, Schlagsdorf, Utecht, Rieps und Groß Molzahn sprinteten die Kameraden und Kameradinnen zu ihren Gerätehäusern, sechs Minuten nach dem Alarm traf das Fahrzeug der FFW Schlagsdorf/Thandorf als erstes am Ort des Geschehens auf dem Nachbargrundstück zum Grenzhus ein, dicht gefolgt von Utecht, Rieps und Groß Molzahn.   

Hausbrand mit vermissten Personen

Schnell wurde die Lage sondiert und erste Aufgaben vorbereitet, Rauch schlug derweil aus dem alten Siedlungshaus. Atemschutzträger machten sich bereit, nach der Türöffnung in das Gebäude vorzudringen. Über Steckleitern an der Giebelseite gelang es nach einiger Zeit, die erste vermisste Person in Sicherheit zu bringen, während gleichzeitig mit dem ersten Löschwasser der Brand bekämpft wurde.

Feuerwehrmann in Not

Der Ruf schallte über den Hof: "Kamerad in Not im Obergeschoss!", jetzt war Eile geboten. Routiniert machten sich die Kameraden und Kameradinnen daran, ihren Kollegen aus der misslichen und bedrohlichen Lage zu befreien, mit Atemmaske und versorgt über einen seiner Kameraden erreichte er schließlich sicheren Boden. Das Aufatmen war förmlich wahrnehmbar.

Und wenn es der Ernstfall gewesen wäre?

Ja, es war "nur" eine Übung, die die fünf Wehren gemeinsam absolvierten, um zum einen im Training zu bleiben, zum anderen aber auch die Zusammenarbeit in einer Ernstsituation weiter zu optimieren. Unter den kritischen Augen des stellv. Kreisbrandmeisters und den Bürgermeistern zweier beteiligter Gemeinden zeigten die Kameraden und Kameradinnen: Wir können was und wir tun, was wir können. Die Übung, so der Einsatzleiter, "sei sehr wichtig gewesen, um das Bestmögliche im Ernstfall leisten zu können". Ob die vermissten Personen im Ernstfall hätten gerettet werden können, darüber herrschte allerdings Skepsis. "Solange zu wenig freiwillige Helfer, insbesondere Atemschutzgeräteträger, zur Verfügung stehen, wird es immer wieder zu äußerst kritischen bis ausweglosen Situationen in der Personenrettung kommen!", lautete ein gewichtiger Satz in der Zusanmmenfassung. Das zudem kein signifikanter Ton von Rauchmeldern in dem Haus zu vernehmen war, zeugte zudem davon, dass keine dieser lebensrettenden kleinen Geräte installiert gewesen sind. Jeder, der darauf verzichtet, bringt eben sich und seine Familie in Gefahr so gut er kann, um die rund 50 Euro für ein paar dieser Geräte zu sparen........und im Ernstfall zu erwarten, dass andere für ihn im wahrsten Sinne des Wortes "die Kohlen aus dem Feuer holen". Was aber, wenn die "Kohlen" die eigenen Kinder sind und rettende Atemschutzgeräteträger eben nicht zur Verfügung stehen??

Was ich von anderen erwarte selbst zu tun, nämlich sich der freiwilligen Wehr zur Verfügung zu stellen, wäre eine nachdenkenswerte Alternative.

 

 

 

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Rettung über Steckleitern

 

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