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Bericht des Bürgermeisters - März 2021

Genau 12 Wochen sind seit der letzten öffentlichen Sitzung der Gemeindevertretung vergangen. Es waren in mehrfacher Hinsicht ganz besondere, allerdings ebenfalls in mehrfacher Hinsicht keine erfreulichen Wochen.

Noch immer ist das Leben aller erheblich eingeschränkt, noch weiß niemand so recht, was uns in der nächsten Zeit erwartet. „Auf Sicht fahren“ ist eine häufig gehörte und der Seefahrt entliehene Formulierung, manches Mal mag man allerdings zu der Einschätzung kommen, dass auf der Brücke des Bundes-, Landes- und auch des Kreisschiffes eher Hilflosigkeit und Chaos Regie führen. Viele Kapitäne, kein klarer Kurs, Meuterei und Planlosigkeit wechseln einander ab, geprägt von Wahltaktik, Eitelkeiten, Egoismen und immer wieder auch Unfähigkeit. Wir, die Besatzung und auch Passagiere dieser im Nebel irrlichternden Schiffe stehen dem fast machtlos vis-a-vis, als Gemeindevertretung versuchen wir, das Beste für unser Boot „Thandorf“ heraus zu holen und zu managen.

Erfreulich kann man die vergangenen Wochen auch für mich nicht nennen, nachdem eine sehr seltene Krankheit mich von jetzt auf gleich über Weihnachten auf die Bretter geworfen und ab Neujahr für einen fast vierwöchigen Aufenthalt im UKSH mit mehreren Operationen gesorgt hat. Das ich heute wieder hier sichtbar bin, ist viel Glück und sehr kompetenten Ärzten zu verdanken. Vom 01.01. bis zum 28.02. warist die Gemeindevertretung aus besagtem Grunde „im Stellvertretermodus“, Henry Michaelis als 1. Stellvertreter hatte die Dinge in die Hand genommen. Ein Ernstfall, in dem sich nun die gute Organisation, die klaren Kommunikations- und Informationswege innerhalb der GV, sowie die strukturierten Zuständigkeiten bewährt haben! Mittlerweile kehren wir zurück in den Normalmodus, wenngleich Außentermine noch bis weit in den April hinein von meinen Stellvertretern wahrgenommen werden müssen.

Heute nun erleben wir zum ersten Mal in der Ortsgeschichte die öffentliche Sitzung der Gemeindevertretung als Online-Sitzung, die Gesamtsituation ließ das auf der Hand liegen und sinnvoll sein. In bereits zwei internen GV-Besprechungen haben wir das geprobt und hoffen, dass auch heute die Technik, die in Deutschland ja eher noch im Entwicklungsstadium ist, durchgängig funktioniert. Sie macht möglich, dass wir die Sitzung heute überhaupt durchführen und Beschlüsse fassen können, ebenso wie die die Fragen der Einwohner im nächsten TOP zu beantworten.

Möglich wurde das durch einen im Vorfeld gefassten Beschluss, über den einstimmig die Zustimmung zur Abstimmung im Umlaufverfahren, sowie danach über die Durchführung der öffentlichen Sitzung als Videokonferenz entschieden worden ist.

 

Themen, über die es darüber hinaus zu informieren gilt:

  • Es besteht die hohe Chance, dass wir (dieses Jahr als einzige Gemeinde des Amtsbereiches), eine hohe Summe aus dem Entschuldungsfond zugewiesen bekommen. Dies kann möglich werden, weil die Gemeinde dauerhaft nicht leistungsfähig bzw. unterfinanziert ist, das vergangene Jahr mit einem Minushaushalt abgeschlossen werden musste und, vor allem auch, weil wir per Beschluss für 2021 die kommunalen Steuern auf den Landesschnitt angeglichen haben. Der Antrag ist gestellt, das Ziel ist daraus mehr Geld für Thandorf einwerben zu können, als die Summe der Steuerangleichungen ausmacht. Darüber profitieren dann wiederum alle Einwohner, weil uns Investitionen (z.B. zum Erhalt des DGH) für das Dorf möglich werden.
  • Wir haben vergangene Woche einen Antrag gestellt, um aus dem „Regionalbudget aus GAK-Mitteln“ (Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes – es lebe die wortschöpferische Kreativität des Bürokratismus) die beiden Badestege am Teich neu aufbauen zu können. Beide weisen erhebliche Mängel im Hinblick auf die Verkehrssicherheit auf und stehen vor der Sperrung durch die Ordnungsbehörde.
  • Für kommendes Jahr ist erneut der Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ ausgeschrieben worden. Das Interesse haben wir über unser Amt gegenüber dem LK-NWM bekundet, der nun für die Teilnahmemeldung an das Land zuständig ist (was vor drei Jahren aus unerfindlichen Gründen „vergessen“ worden ist). Ein noch zu bildendes Team um Olivia Althaus-Apmann wird sich mit der Konzeption und der Bewerbung in der 2.Jahreshälfte, wenn das Land die Bewerbung bestätigt hat, befassen. Es geht um viel Prämiengeld!
  • Stand heute ist noch nicht absehbar, welche Veranstaltungen dieses Jahr im Dorf möglich sein werden. Nicht stattfinden wird jedoch das Mittsommerfest oder Teichfest. Es ist niemandem zuzumuten, aufwändig und auch kostenträchtige Planungen und organisatorische Vorbereitungen vorzunehmen, um dann ggf. wieder die Veranstaltung absagen zu müssen. Auch den Einwohnern nicht, dieses ja-nein-vielleicht-vielleicht doch nicht-vielleicht doch-Spiel wollen wir nicht mitmachen. Wir steuern für das Fest auf klarem Kurs 2022 an – aber dann soll es richtig krachen hier in dem kleinen Dorf!
  • Unter besonderen Maßgaben durchgeführt werden soll dagegen aus heutiger Sicht der Dorfputz Ende März. Darauf wird Johanna, in derer Hand das seit diesem Jahr liegt, in ihrem Bericht noch zurückkommen.
  • Dorfintern ausgeschrieben wird in Kürze ein Wettbewerb „Schöner Trafo“. Seit mehr als einem Jahr dränge ich bei der Wemag darauf, ihr in der Presse seinerzeit veröffentlichtes Angebot einer kostenlosen künstlerischen Gestaltung von Trafostandorten hier umzusetzen. Nach dem letzten Gespräch liegt nun der Ball in unserer Spielfeldhälfte: Wir sind aufgerufen, Vorschläge für eine Gestaltung zu unterbreiten. Das sollte ein Werk des Dorfes werden, deshalb haben wir uns entschieden das Vorhaben als „Dorf internen Wettbewerb“ auszuloben. Wie genau das gehen kann, darüber informieren wir demnächst auf der Homepage!
  • Reichlich Aufmerksamkeit hat der Beitrag vom 09.02.2021 im überregionalen Teil der SVZ zum Thema „Kleine Dörfer werden zerstört“ geweckt, viel Zustimmung von Amtskollegen aus dem ganzen Land wurde uns zuteil. Es geht um die Aushöhlung der garantierten Selbstverwaltung durch übergeordnete Behörden und, ganz besonders, durch das Land. Auf der nächsten Kreistagssitzung wird sich das Thema, das ein ganz langwieriges ist, auf der Tagesordnung finden.

 

Berichte aus den Fachbereichen:

Umwelt / Spielplatz / DGH: Thomas Hellwig

Im zurückliegenden Berichtszeitraum gab es im Dorfgemeinschaftshaus keine Veranstaltungen. Aufgrund der allgemeinen Pandemielage sind die Dorfgemeinschaftshäuser für Veranstaltungen geschlossen worden. Ein neues Reinigungsunternehmen für die Reinigung des DGH Thandorf konnte gewonnen werden.

Auf dem Spielplatz gab es im zurückliegenden Berichtszeitraum ebenfalls keine Veränderungen. Ich Rahmen des kommenden Dorfputzes sollten kleine Arbeiten durchgeführt werden.

 

Zweckverband / Straßen: Ralph Jennes

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Schulverband: Henry Michaelis

Am 27.01.2021 trafen sich die Schulverbandsmitglieder zu einer ordentlichen Sitzung. Die Sitzung fand unter Beachtung der Hygieneschutzmaßnahmen statt. Tagesordnungspunkte waren unter anderem die Entlastung des Schulverbandsvorstehers für das Haushaltsjahr 2019 und der Beschluss der Haushaltssatzung des Schulverbandes Schlagsdorf für das Haushaltsjahr 2021. Auch über den baldigen Abschluss der Umbau- und Neubaumaßnahmen der Sporthalle mit Sozialtrakt wurde informiert und eine neue Benutzer- und Hallenordnung wurde beschlossen.

Der Schulverband Schlagsdorf konnte sich auch über die Fördermittelzusage von insgesamt 13.824,04€ vom Land Mecklenburg – Vorpommern freuen. Diese Fördermittel wurden für den Kauf von Endgeräten (13 Notebooks, 11 iPads mit Tastatur und Schutzhülle) genutzt. Diese Endgeräte sind sowohl für die Lehrer oder aber Schüler (die keine solche Endgeräte besitzen) als Leihgeräte mit Vertrag vorgesehen. Somit kann der digitale Unterricht gewährleistet werden.

Des Weiteren ging es noch um verschiedene Personalangelegenheiten.

 

Haushalt / Finanzen: Rainer Ginnuth

In dieser Sitzung steht der Doppelhaushalt 2021/2022 zur Abstimmung. Im Haushaltsplan wird uns wieder vor Augen geführt wie schlimm die Lage ist.

2021 sind wieder 30 000€ zusätzlicher Kassenkredit und 2022 sogar 50 000€ geplant. Die finanzielle Situation ist also wie gehabt, da wir weiterhin ein strukturelles Defizit haben. 2022 kommt noch dazu, dass das Land uns noch weniger Schlüsselzuweisungen zahlt. Das wir vielleicht durch einen Entschuldungsfond etwas von unseren Schulden abbauen können, ist sehr positiv . Dadurch können wir die Talfahrt etwas bremsen.

Die Erhöhung des WBV klärt sich auch Schritt für Schritt auf. Was mich ein bisschen stutzig macht ist das wir als einzige Gemeinde die Erhöhung nachgefragt haben. Herr Abel ist dabei zu klären wer vom Amt für uns im Verband abstimmt.

Es gab schon zweimal Beschlüsse für die Übertragung unseres Stimmrechts an einen Vertreter: 24.06.2014 Klaus Lafrenz, 1.07.2019 Klaus Lafrenz

 

Feuerwehr: Dennis Karsten

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Öffentl. Informationen: Johanna Lafrenz

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