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Bericht des Bürgermeisters - September 2019

Ja, es ist eines der größten Projekte in unserem Amtsbereich und in unserem Dorf seit Jahrzehnten, und ja, die Umsetzung hat begonnen: der Anschluss an das Breitbandnetz ist in vollem Gange. Jeder konnte das in den vergangenen zwei Wochen sehen.

Doch jeder konnte auch sehen, dass sich über die Baumaßnahme auch das Erscheinungsbild des Dorfes ändern wird. Gemeint ist die Neupflasterung weiter Teile des Fußweges. Was hierzu von Einzelnen geleistet wurde, bedarf der besonderen Erwähnung!

Nachdem in Gesprächen „auf Führungsebene“, sprich Kreiskoordinator, Baufirma und Gemeinde, die grundsätzliche Bereitschaft erreicht werden konnte, die Neupflasterung im Zuge des Ausbaus zu ermöglichen, mussten innerhalb von 48 Stunden und übers Wochenende 350 qm Pflaster als erste Charge besorgt und hingestellt werden. Rainer Ginnuth schaffte das! Innerhalb von 12 Stunden, zwischen Montag 20.30 und Dienstag 07.30 musste ein Abtransport der alten Platten organisiert werden: Der Bauhof unseres Amtes spielte mit! Bis dahin, also am Montag, unterstützten Ralph Jennes und Klaus Lafrenz jeweils mit ihrer eigenen Technik. Zwischen Montagabend und Dienstagnachmittag mussten die Haushaltsmittel rechtskonform erworben werden: In unserer Zusammenarbeit mit dem Amt schafften wir das und werden diese „überplanmäßige Ausgabe“ heute Abend formell beschließen!

Das ist eben Thandorf: Hexerei dauert zwei Tage, Unmögliches wird sofort erledigt. DANKE an alle, die bei diesem Procedere mithalfen, unterstützen und auch weiterhin unterstützen!

Der Dank gilt auch fleißigen Einwohnerinnen, hier ganz besonders Gudrun Beyer und Conny Wenndorf. Unter dem gedanklichen Absatz, dass gut arbeitet, wer Wertschätzung erfährt, versorgten sie unseren Bautrupp mit Getränken und immer wieder kleinem Imbiss. Gastgeberqualität eines gesamten Dorfes, möge das Beispiel Schule machen!

Neben diesem „Großprojekt“ gab es in den letzten Monaten aber auch andere Themen, mit denen wir uns befassten und die hier kurz angerissen werden sollen:

Am 29.08. fand in Gadebusch die für uns letzte Gesellschafterversammlung der WGR Radegasttal statt. Ich bedankte mich bei der Geschäftsführerin Heike Post und dem Aufsichtsratsvorsitzenden Erich Weidemann für die immer gute und faire Zusammenarbeit. Ein Sprichwort sagt: „Wahre Größe zeigt sich nicht im Zusammenkommen, sondern im Auseinandergehen“ – die Gestaltung des Austritts aus der Gesellschaft durch die handelnden Personen waren dafür ein Beispiel par exellence.

Die Straße „Lunken Kamp“ wird in eine verkehrsberuhigte Zone, volksmundlich „Spielstraße“, umgewandelt. Eigentlich sollte die Beschilderung längst vorgenommen worden sein, jedoch hat die Sammelbestellung von Schildern, die über das Amt Rehna läuft, dieses Mal unverhältnismäßig lange, auch bedingt durch Urlaubszeiten, gedauert. Jetzt sollte es aber losgehen!

In der Presse war es zu lesen: Die wemag bietet Kommunen an, sich für eine künstlerische Gestaltung von Trafohäuschen in enger Abstimmung mit der Gemeinde zu bewerben. Die Bewerbung für Thandorf habe ich zwischenzeitlich formuliert und abgegeben, nun heißt es warten.

Auf unserer Homepage und ebenfalls auch in der Presse war über unsere Bemühungen, sanitäre Anlagen an den Teich zu bekommen, zu lesen. Dies hat, wenn überhaupt, nur eine Förderchance in Verbindung mit „touristischer Entwicklung“, dafür sind zwei oder drei Parkplätze für kleine Wohnmobile am hinteren Ende der Straße Am Bauernteich in Planung. Die Finanzierung soll über das LEADER-Projekt erreicht werden, die Summe von ca. 150.000 EUR ist beantragt.

Immer wieder beschäftigt uns das Thema Sicherheit für Thandorf. Wir alle wissen, dass die Eintreffzeiten für Rettungswagen und Notarzt deutlich, z.T. über dem Doppelten, der gesetzlichen Frist liegen. „Macht ohne Verantwortung“ ist eine immer gefährliche Konstellation, die hier auf die Verantwortlichen u.a. im Innenministerium zutrifft. Über Macht Anforderungen zu formulieren, für deren Umsetzung aber die Verantwortung ablehnen und in die Gemeinden schieben, das ist die Situation! Ich formuliere „max. 10 Minuten“ – und wie ihr das hinkriegt, ist eure Sache“. So geht es nicht? – doch, leider geht es so. Jetzt handeln wir für Thandorf, in dem am Dorfgemeinschaftshaus ein vollautomatischer Defibrillator angebracht werden wird, um zumindest in diesem Bereich der Notfallrettung besser aufgestellt zu sein. Das wird möglich sein, nachdem unter über 3.000 Fördertopfen einer gefunden wurde, der dafür zuständig ist (Dank Frau Bohn, Mitarbeiterin im Amt). Wie das bei Anträgen so ist, wird das dauern; doch der erste Schritt ist mit der Beantragung des Fördergeldes getan.

Fast zeitgleich meldete sich ein Einwohner und stellte die so genannte „Notfalldose“ vor. Eine sinnvolle Ergänzung im Rettungswesen, über die die Retter sofort und ohne Zeitverzug an alle wichtigen Informationen kommen. Unser Einwohner fand das so hilfreich, dass er spontan 50 dieser Dosen für die Thandorfer Haushalte spendete, sie liegen heute hier zur Verteilung bereit! Er möchte nicht genannt werden, doch dennoch Ihm sei gedankt für diese Initiative, die einmal ein Leben retten kann!

Bleibt noch die Initiative eines Telekommunikationsunternehmens, das ansonsten kaum mal in einem Atemzug mit Schnelligkeit und Kundenservice genannt werden kann. Über die Aktion „Wir jagen Funklöcher“ können Gemeinden sich bewerben, ihr LTE-Funkloch zu stopfen. Kostenlos. Die Bewerbung ist aufwändig und die Chance klein (bei 50 Anlagen bundesweit macht das nach dem Königsberger Schlüssel gerade eine Anlage für MV). Doch eine ist mehr als keine. Voraussetzung ist u.a. ein Beschluss der Gemeindevertretung, den wollen wir nachher fassen.

Zum Abschluss noch eine Sache, über die ich ziemlich verärgert bin. Vergangene Woche ist beim Amt ein anonymes Telefonat eingegangen mit der Aufforderung, einen Bau auf Rechtskonformität zu prüfen, da gehe es nicht mit rechten Dingen zu. Zuständigkeitshalber liegt dieses Ersuchen nun beim Landkreis auf dem Tisch. Unabhängig vom eventuellen Wahrheitsgehalt des Inhaltes: Dieses Vorgehen verurteile ich als äußerst verwerflich! Wer sich über etwas ärgert, sollte mich oder sollte jemand anderen aus dem GV-Team ansprechen; dann sieht man sich in die Augen und bespricht die Sache. Offenes Visier, einander zuhören und gerader Weg: So wollen wir, auch in der Kontroverse, miteinander umgehen!

Soweit mein Bericht,

womit ich nun über an die Fachbereiche weiterleite…

 

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