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11. März 2013 18:58 Alter: 6 Jahr/e

Kategorie: Kinder, Dorfverein, Veranstaltungen

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Kinder- Karate- Klub in Thandorf, eine Idee nimmt Formen an

Von: Ulli Kuster

Jeden Sonntag 17-18 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Thandorf.

Lange Jahre stand ausnahmslos das Bemühen um Mann, Kinder, Haus und Hof samt Tieren im Vordergrund. So richtig und schön dieses Kümmern um die Familie ist: Ich wollte endlich auch mal wieder etwas nur für mich tun! Vor vierundzwanzig Jahren habe ich, während meines Sportstudiums mit Karate angefangen und fand diesen Sport außerordentlich schön. Also, dachte ich, probiere ich es damit - wieder. Ich versuchte es im naheliegenden Verein. Dort hieß es: „Mach einfach mit!“

Ich stand zwischen Orange-, Grün-, Blau-, Braun- und Schwarzgurten, und jede Woche erschien ein neuer Trainer. Ich war hoffnungslos überfordert, weil mir die Übungen vom Blaugurt gerade nicht so von der Hand gingen (hatte ich noch nie gemacht) und ich mit diesen ständig wechselnden Trainern überhaupt nicht klar kam. Also zog ich mich wieder zurück! Gefrustet! Aber ich wollte ja! Auf zum nächsten Verein. Jetzt nach Lübeck. Da war es dann schön sortiert, in Anfänger- und Fortgeschrittenen-Gruppe. Das fanden meine Kinder auch gut, die wollten nämlich unbedingt mit. Also fährt Mama nun jeden Dienstag mit zwei eigenen und zwei befreundeten grölenden Mädchen nach Lübeck und wir machen Karate!

Einmal nur was für mich!!! Egal, ich finde es toll, dass meine Mädchen sich für diesen Sport interessieren. Allerdings ist das Training in Lübeck nicht wirklich kindgerecht. Daher suchten wir nach einem geeigneten Training extra für Kinder. Im besagten ersten Verein gab es zwar ein Kindertraining, doch hier tummelten sich bereits 41 Kinder in einer kleinen Halle. Meinen Kindern verging der Spaß.

Ich hatte parallel begonnen, bei meinem Karate-Lehrer von damals zu trainieren. Einmal hab ich meine Kinder dorthin mitgenommen. Danach wollten sie nur noch zu Ralf. „Bei dem macht das so viel Spaß!“ war ihr Fazit.

So kam meinem Mann die Idee, Ralf zu fragen, ob er nicht Lust hätte, hier in Thandorf eine Kindergruppe zu trainieren. Also habe ich ihn gefragt, und er hat „ja“ gesagt.

Der Idee folgten Taten. Und nachdem mir die Gemeinde den Saal des Gemeinschaftshauses zugesagt hatte, habe ich die Werbetrommel gerührt. Erst nur in Thandorf. Mit diesen zehn Kindern haben wir im Januar das Training begonnen. Die Begeisterung der Kinder machte schnell die Runde. Wir haben noch nicht Mitte März und im Moment sind 21 Kinder auf der Liste. Die Kinder sind mit unglaublichem Eifer und Engagement dabei. Obwohl der Ton des Trainers nicht nur humorvoll sondern auch mal sehr deutlich und streng sein kann. Sie bringen immer mehr Freunde mit und zeigen zuhause das Erlernte.

Und das ist absolut dem Trainer zu verdanken. Ralf Ide ist Erziehungswissenschaftler und Sportlehrer. Außerdem hat er Theologie, Psychologie und Zen studiert und unterrichtet seit mehr als dreißig Jahren Karate. Er besitzt den vierten DAN und die Bundes-Prüferlizenz des Deutschen Karateverbandes. Da er auch Vater von vier Kindern ist, liegt ihm nicht nur das reine Techniktraining am Herzen. Vielmehr gilt seine komplette Leidenschaft einem ganzheitlichen Ansatz, der sowohl die Individual-Kompetenzen wie Selbstständigkeit, Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen als auch die Gesundheit und die Sicherheit der Kinder fördert. Seit mehr als zwanzig Jahren ist er Gewaltpräventionstrainer, d.h. er geht in Kitas und Schulklassen oder Organisationen wie Bildungsstätten und vermittelt dort, wie sich Kinder effektiv gegen Gewalt jeglicher Art, ob physisch oder psychisch oder auch sexuell, wehren können.

Dem Karatetraining kommt diese Basis natürlich zugute. Er vermittelt nicht nur durch Vormachen –Nachmachen, sondern durch eigenes Erarbeiten. Wodurch die Techniken für die Kinder eine ganz andere Bedeutung erhalten. Er fördert so ihr Selbstvertrauen und legt ein schönes Fundament für ein gutes Karate. Außerdem ist er in der Lage den Kindern durch die ihm eigene Mischung von Fordern, Tadeln und außerordentlichem Loben eine Aufmerksamkeit abzuringen, wie ich es selten bei einem Lehrer gesehen habe. Alles in Allem einfach ein klasse Lehrer und absolut klasse Kinder. Sollten noch mehr Kinder Interesse bekunden, werden wir eine weitere Gruppe eröffnen.

Letzte Woche hat ein Vater spontan geäußert: „Der macht das so gut, da hat man ja sogar als Erwachsener sofort Lust Karate zu erlernen“-

Hm, wo ein Wille, da ein Weg! An uns soll es nicht liegen. Sollten sich genügend Erwachsene finden, wird aus der Idee eine Tat!


Ulli Kuster


Meinungen und Kommentare

Anzeige: 1 - 2 von 2.

Dienstag, 12. März 2013 19:52

Anja Schaeper aus Thandorf

Das Erlebnis eines Trainings

Wer ein stumpfsinniges Training mit in Formation stehenden Kindern, welche Karateübungen ausführen und hin und wieder Trainerkontakt zur Korrektur der Haltung erwartet, ist hier falsch. Der Trainer vermittelt Inhalte, indem er die Kinder vor ein Problem stellt. Die Kinder wiederum haben nun die Möglichkeit Erfahrungen zu machen und selbst Problembewältigungsstrategien zu entwickeln. Allerdings bleiben sie damit nicht gänzlich allein, denn genau diese Strategie kommuniziert der Trainer und erklärt sein eigenes Handeln und die unterschiedlichen Reaktionen der Kinder ebenso.
Das Verständnis des Selbstschutzes und der Selbstverteidigung (da Mama und Papa dies nicht ihr Leben lang übernehmen können) wurde gemeinsam kindgerecht besprochen sowie der Angriff mit Worten z.B. auf dem Schulhof. Hier lag die wichtigste Erkenntnis in der deeskalierenden Antwort.
Natürlich kamen die Karateübungen, wie das Ausführen von Blöcken nicht zu kurz – doch auch hier lag das Augenmerk auf dem Verständnis des WARUMs, denn die Armbewegung des Blocks geht über die Körpermitte ansonsten treffe ich mich selbst – eine Erkenntnis, welche im Standard-Karatetraining oft nicht von allen, auch höherrangigen Kindern verstanden wird.

Fazit: Ein Training für Kinder, welches sie kindgerecht auf ihr Leben vorbereitet – schade, dass es erst ab 7 Jahre startet.

Anja Schaeper

 

 
Dienstag, 12. März 2013 16:52

Wolfgang Reetz aus Thandorf

Es geht doch! Danke dem Dorfverein, danke besonders Dir, Ulli, für das Engagement. Wir und ich freuen uns über jedes Kind und jeden Jugendlichen, der hier aktiv ist, sich wohl fühlt und Spaß hat! Was immer wir gemeindeseitig tun können, um diese Dinge zu unterstützen, tun wir und einmal mehr zeigt der Bericht: Wenn jemand eine Sache in die Hand nimmt, dann entsteht etwas. Klasse!

 

 
 

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