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Bericht des Bürgermeisters - 12. November 2012

Es wurde der dritte Platz. Als erstes dachte ich, wie bestimmt auch manch anderer

hier im Dorf: Der Platz weiter oben auf dem Podest wäre besser gewesen!

Ja, wäre er auch, und irgendwie auch gerechter. Aber realistisch betrachtet gelang Thandorf mit der Platzierung ein Sprung „von null auf drei“, von nichts zur Bronzemedaille - und das ist doch wirklich ein richtig guter Erfolg, der auch stolz macht. Er dient mir und uns allen jetzt als Ansporn für den nächsten Wettbewerb, wenn es 2015 wieder heißt „Unser Dorf hat Zukunft“. Dann sind wir dran!

Weniger zufrieden bin ich, sind wir, über ein paar andere Dinge. Das beginnt bei der Verfolgung der Fußweg-Beschädigungen durch landwirtschaftliche Fahrzeuge, ich berichtete in der letzten GV. Eine Rechtsprüfung durch eine Kanzlei in Wismar hast ergeben, dass wir mit einer Verfolgung keine Chance haben, weil es in Deutschland keine Halterhaftung gibt und genau der sich auf die Behauptung „ich weiß nicht, wer das Fahrzeug fuhr“ zurückzieht. Verantwortliches Handeln sieht anders aus – aber Charakterdefekte sind nun einmal nicht strafbar.

Ein weiterer Punkt betrifft unseren Antrag auf Einrichtung einer Tempo-30- Zone in Schlagsülsdorf. Über eine „verkehrsrechtliche Anordnung“ wurde das, auch darüber berichtete ich, abgelehnt. Darauf hin kam es zu einer offiziellenEingabe an den Kreis durch einen Einwohner, die mit der Weiterleitung einer amtsinternen Mail ohne weiteren Kommentar beantwortet wurde. Unabhängig von der Sache: So geht das nicht, dieses Verhalten des Mitarbeiters im Kreis ist nicht akzeptabel. Selbstherrlichkeit oder „dienende Funktion zum Bürger“: Diese Frage muss dort dringend noch einmal angesprochen werden. Auf offiziellem Wege beschwerte ich mich über die Landrätin als Dienstherrin, eine Antwort steht noch aus. Nur „vergessen“, was man dort vielleicht hofft, werde ich die Sache nicht, solche Mitarbeiter gehören nicht in den Bürgerkontakt! Ich bleibe dran.

„Dran“ bleiben wir auch am Radweg. Die Antwort der Landrätin gab in dieser Sache Auskunft, dass „das Vorhaben beim Landesförderinstitut liege, auf das man leider auch keinen direkten Einfluss habe. Man warte im Kreis selbst auf den Start“. Gemeinsam mit unserem Nachbarn Utecht werden wir auch weiter und so lange wiederholend nachfragen, bis endlich irgend eine Form von Tätigkeit zu beobachten ist.

Gleiches gilt auch für die Information zu gewerbesteuerlichen Erträgen aus den WEA. Noch immer gibt es darüber keine Auskunft der zuständigen Finanzbehörden. Die Sache läuft ja auch erst seit rund 2 Jahren...

Und dann ist da noch die Umsetzung der Infrastrukturmaßnahmen auf dem Teichgelände. Jeder hat es gesehen: Da ist richtig „was los gegangen“ – und jeder kann sehen, dass in diesen Tagen dort gar nichts passiert. Versäumnisse und Verschleppungen (dieses Mal auch auf Amtsebene) sind hierfür die Ursache, daraufhin hat der LVB nach den entsprechenden Gesprächen im Amt die Sache zur Chefsache erklärt und mir zugesichert, dass „ohne Nachteile für die Gemeinde das Projekt zuende geführt werde und Ungereimtheiten wie auch Versäumnisse geheilt würden“. Ist erst alles  fertig, hat das Teichgelände eine Aufwertung und einen Zugewinn erreicht, der sich wirklich sehen lassen und auf den das ganze Dorf stolz sein kann!

Über das Treffen der U500 in Jördenstorf und die Diskussion mit dem Innenministerium in Rehna will ich hier gar nicht en detail berichten, dazu ist alles auf der Thandorf-Seite nach zu lesen. Nur soviel: Die Absicht des Ministeriums ist klar – und die gegenläufige Intention von uns und aller Gemeinden im Amtsbereich auch. Hier gilt es, Augen und Ohren offen zu halten und Tendenzen sowie konkrete Planungen frühzeitig zu erkennen, um dann massiv gegensteuern zu können. Ungeachtet dessen aber gilt auch: Wir wie alle Gemeinden müssen die so genannte „interkommunale Zusammenarbeit“ auf noch breitere Füße stellen, damit wir dann jeden Zwang mit größerer Chance abwehren können! Das wird, beginnend jetzt und heute, eine der aufwändigsten und intensivsten Aufgaben der nächsten Jahre sein.

Eines machen alle Punkte deutlich: Es gibt „nach außen“ unglaublich viel und oft unbemerkt im Hintergrund zu tun, genau das ist auch mein Job in meiner Funktion. Möglich aber ist das überhaupt nur deshalb, weil im Innenbereich Engagement und -vor allem- bespiellose Verantwortlichkeit von so vielen Menschen und an so vielen Stellen eingebracht werden! Vorrangig über unsere Arbeitsweise im GV-Team -die es von allen Gemeinden nur hier gibt-, aber auch über Einwohner und Interessierte, die ihrerseits immer wieder aktiv sind. Wäre beides nicht so, dann gäbe es vieles von dem, was in den letzten drei Jahren über die Innen- und Außenarbeit initiiert, angeschoben und erreicht wurde, nicht!

Dazu gehört auch der Unternehmerabend, den wir letztes Jahr angestoßen haben und der vor ein paar Tagen zum zweiten Mal stattgefunden hat. Jetzt ist er an die Thandorfer Unternehmen über geleitet worden, Gunda Granier wird 2013 die Ausrichterin und Organisatorin sein. Eine weitere sichere Plattform für die Gestaltung des Dorfes und für ein Zusammenwirken nach innen und
außen.

Ebenso gehört dazu die erfolgreich abgeschlossenen Zweit - Verhandlungen über einen DSL-Anschluss im Gemeinschaftshaus: Jetzt ist er da, Rainer Ginnuth arbeitet an der Technik und Michael Finkenthei wird demnächst mit einem „Web-Cafe“ neue Angebote und Möglichkeiten bekannt machen.

Erfolgreich abgeschlossen werden konnte auch der Kaufvertrag mit der WEMAG über den Trafoturm, der jetzt im Eigentum der Gemeinde ist. Die Nutzung haben wir an den Dorfverein Thandorf e.V. übertragen, der sich im ablaufenden Jahr an so vielen Stellen bereits etabliert und eingebracht hat. Alle dürfen gespannt auf weitere Projekte des Vereins sein, ich und wir sind sicher: Sie dienen den Einwohnern, sie dienen Thandorf.

Womit ich unter den aktiven zu den besonders aktiven Einwohnern komme, denen auch heute in der letzten Jahressitzung wieder ein ganz besonderer Dank auszusprechen ist.

  • Michael Finkenthei dafür, dass die Seite thandorf.de inzwischen deutlich vor Schwerin liegt und fast jeder diesen Auftritt inzwischen als Informationsmedium Nr.1 nutzt!
  • Rainer Ginnuth und Stefan Schaeper für ihren Einsatz in allen Belangen.
  • Anja Schaeper für die nicht immer Freude bringenden Bemühungen und den Einsatz bei der Umsetzung der Maßnahmen auf dem Teichgelände, aber auch für die engagierte Führung des Dorfverein Thandorf e.V.
  • Olivia Althaus-Apmann, zusammen mit dem Künstler-Team, für die außen- und publikumswirksame Durchführung der Ausstellung „Dörfer zeigen Kunst“.
  • Henry Michaelis für die Organisation und Durchführung des Teichfestes sowie (fast) aller weiterer Dorf-Veranstaltungen
  • Jedem aus diesem GV – Team, das eine Qualität in Zusammenarbeit, Engagement und Ergebnis erreicht hat, die beispielhaft ist, die Spaß macht und die Unmögliches möglich macht.

Natürlich habe ich jetzt manche nicht benannt, die Liste wäre lang. Jedem Einwohner und jeder Einwohnerin, sowie auch den Kindern des Dorfes, die immer wieder mit Hand an legen (statt auf Facebook zu chatten...), gilt in gleichem Maße mein und unser herzlicher Dank!

Damit jetzt zu den Einzelressorts.


Gemeinde Thandorf
- Der Bürgermeister -

 

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