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Bericht des Bürgermeisters - 20. August 2012

Nach außen hin war es das berühmte „Sommerloch“, doch tatsächlich begleiteten und beschäftigten uns diverse Themen und Punkte auch in dieser Zeit. Manche davon sind neu, manche stehen schon eine ganze Weile auf der Agenda.

Beginne ich mit dem Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“. Noch immer ist die Auswertung nicht öffentlich, auch wenn wir schon wissen: Es ist ein Medaillenrang geworden, wenn auch nicht das angestrebte Gold. Am 29. August wird in Wismar im Rahmen des Jahresempfangs der Landrätin das Ergebnis öffentlich.

Im gleichen Atemzug wurde dank vieler Köpfe und Hände unser Dorfentwicklungskonzept fertig gestellt, das in Wismar auch der Landrätin übergeben werden wird. Sie soll gerne  wissen, dass sich hier Menschen über ihr Dorf und seine Zukunft Gedanken machen. Das gilt umso mehr, als Herr Caffier ja schon wieder keine Kamera und kein Interview auslässt, um in sie hinein zu diktieren, dass Gemeinden zu fusionieren haben. Ab September wird er auf landesweite Rundreise gehen und vor Ort mit den Gemeindevertretungen und Ämtern darüber reden, wir werden gut vorbereitet sein. Nicht zuletzt in diesem Zusammenhang wird am 18. Oktober eine Konferenz der U500-Gemeinden unter Leitung von Thandorf, Hohenbollentin und Hugoldsdorf unter der Schirmherrschaft des Städte- und Gemeindetages stattfinden. Ziel ist es, wieder eine Solidargemeinschaft aus mehr als 200 Gemeinden auf zu bauen! Gelingt es, dass Vertreter aus 150+ Gemeinden an dieser Veranstaltung teilnehmen, dann könnten wir aus einer sehr starken Position heraus agieren! Wir arbeiten daran.

Das Dorfentwicklungskonzept ist im übrigen über die thandorf-Seite <media 1278>abrufbar</media>. Jeder kann sich darüber informieren und sich an der Umsetzung einzelner Projekte aktiv beteiligen!

In der weiteren Arbeit nach außen sind wir dabei, die Sache „Gehwegbeschädigung mit Unfallflucht“ erneut aufzurollen. Die Staatsanwaltschaft hatte das Verfahren mit den Worten „der Täter konnte nicht ermittelt werden“ eingestellt, trotz Fotos des Fahrzeuges und trotz Zeugen. Unglaublich. Derzeit beschäftigt sich die Anwaltskanzlei in Wismar mit der Sache, dann werden wir weiter sehen.

 

Jetzt zu ein paar Dingen, die es sonst noch gab: 

  • Der Antrag, in Schlagsülsdorf eine Tempo 30 – Zone einzurichten, wurde vom Kreis abgelehnt. Begründung: Dafür zu kleine, sehr übersichtliche Dorfdurchfahrt, die zudem weit über 90% nur von Anwohnern genutzt wird und die sollten auf sich selbst Rücksicht nehmen können. Zudem gibt es dort keinen nennenswerten Verkehrsdurchfluss, soweit die Ausführungen.
  • Die Ausgleichsmaßnahmen für die BGA sind, nach vielem Hin und Her, ungezählten Gesprächsterminen und unter engagierter Unterstützung des Herrn Hinken, jetzt endgültig besprochen. Änderungsschreiben an die StALU sind geschrieben, die Umsetzung erfolgt zeitnah.
  • Nach erneuten Gesprächen mit der Wemacom werden wir in Kürze einen kostenfreien DSL-Anschluss im Gemeinschaftshaus bekommen, der seinerzeit noch mit Benny Andersson von LOFT-Net ausgehandelt wurde.
  • Die Ausstellung „Dörfer zeigen Kunst“, an der wir uns jetzt zum 3. Mal beteiligt haben, hat wieder einen enormen Anklang und sehr hohe Zustimmung bei den Besuchern gefunden. Inzwischen haben wir ein richtig gutes „Kunst-Team“ hier in Thandorf, wer hätte das nach der ersten Anregung von 2009 gedacht. Vielen, vielen Dank an alle Akteure und bitte: Weiter so!!

 

Im Innenverhältnis allerdings gibt es zwei Situationen, die mich sehr nachdenklich gemacht und über die ich mich auch geärgert habe.

Zum einen, weil der Kreis bei einer „zufälligen“ Rundfahrt Bauvergehen feststellte und auch ahndete, die Betroffenen aber kein Wort darüber uns gegenüber haben verlauten lassen. Wir hätten helfen können, wie sich im Nachhinein zeigte, man sollte öfter reden; denn wie sollen wir Einwohner unterstützen, wenn wir Problemsituationen nicht kennen??

Im zweiten Fall geht es um die eingebrochene Klärgrube am Neubau. Tagelang bestand dort hohe Gefahr, dass ein Erwachsener oder gar ein Kind dort hinein fällt – man hätte sie nie gefunden. Keiner der Bewohner sagte auch nur einen Ton, nur einer kam schließlich und bat um Abhilfe. Ihm danke ich ganz, ganz herzlich! Noch am Samstag Abend erreichte ich Bernd Karnatz und schon am Montag früh wurde die Stelle zunächstgesichert. Hier war und ist hohe Gefahr im Verzug, deshalb ist der unverzügliche Rückbau entschieden. Klar haben wir das Geld nicht – doch was ist ein Leben wert? Wir werden das Geld dafür bekommen, die Weichen dafür wurden bereits über Telefonate und Gespräche gestellt, darauf werde ich unter Verschiedenes noch einmal zurück kommen.

Jeder, der sich mit einer Fragestellung, einem Problem oder auch mal einem einfachen Anliegen an einen von uns wandte, erhielt in der Vergangenheit unsere Unterstützung, Hilfe und Antworten. Dafür könnte ich vier Hände voll Beispiele nennen. Das Verhalten in den beiden genannten Fällen verärgert und vor allem enttäuscht deshalb umso mehr.

Zu guter Letzt noch eine Sache, die gerade in der letzten Zeit immer wieder zu Gesprächen und auch schon Streit führte, nicht nur in Thandorf, siehe die Presse der vergangenen Tage:

Einsatzzeiten von Werkzeugen und Maschinen im privaten Bereich.

Menschen aus dem städtischen Umfeld ziehen hier zu uns, über jeden einzelnen freuen wir uns. Diese Menschen verbinden damit „die Ruhe auf dem Land“, auch das ist natürlich erlaubt. Schwierig wird es, wenn diese Menschen absolute Stille erwarten, und das möglichst den gesamten Tag über weil sie vielleicht im häuslichen Büro arbeiten, Urlaub haben oder gesundheitlich eingeschränkt sind. Diese Erwartung kann indes nicht dazu führen, das Dorf in eine Ruhestätte oder ein Sanatorium verwandeln zu wollen! Außerhalb der Stadt sind -auch deshalb leben wir alle ja hier- die Flächen und die Weite größer, sie wollen gepflegt werden, was die meisten nun Mal nur außerhalb ihrer beruflichen Arbeitszeiten, sprich in den Randzeiten, tun können. Außerhalb der Stadt lebt man zudem auch nach dem Wetter, fremd für so viele Städter. Wenn es die Woche über und Samstag Vormittag regnet, dann muss eben am Nachmittag auf dem Grundstück gearbeitet werden, auch unter Einsatz von Rasenmäher, Motorsäge und Freischneider, und wenn das Holz für den Winter vorbereitet werden muss, dann muss es das. Aufgrund immer wieder auf mich zukommender Beschwerden und Anmerkungen stelle ich jetzt noch einmal und besonders für diejenigen, die sich wenn es um Rechte geht immer wieder und gerne auf Gesetze berufen, heraus:

Der Gesetzgeber, nachzulesen im §7 der BImSchV (Bundesimmissionsschutzverordnung), gibt den Rahmen für ländliche Gebiete:

„Außerhalb von Sondergebieten, die der Erholung dienen, Kur- und Klinikgebieten sowie auf dem Gelände von Krankenhäusern, Sanatorien, Pflegeanstalten und in Gebieten, die nicht einer besonderen Schutzbedürftigkeit unterliegen, ist der Einsatz von Werkzeugen und Maschinen gleich welcher Art im Zeitraum werktags 07.00 – 20.00 Uhr zulässig. In der übrigen Zeit sowie an Sonn- und gesetzlichen Feiertagen dagegen nicht. Ausnahmen sind zulässig, wenn ein Maschineneinsatz notwendig ist zur Gefahrenabwehr oder zum Schutz von Leib und Leben. Ein gesetzlicher Schutz und damit ein Anspruch auf Mittagsruhe besteht nicht.“

Thandorf unterliegt aufgrund der ländlichen Lage, seiner Struktur und seiner Historie als landwirtschaftlich geprägtes Gebiet keiner besonderen Schutzbedürftigkeit im Sinne der Verordnung, auch bestehen keine Sonderregelungen zu etwaigen Einschränkungen. Damit gilt: 

Werktags (Mo – Sa) ist der Maschineneinsatz von 07.00 – 20.00 Uhr erlaubt, Sonn- und Feiertags verboten.

So ist es und so bleibt es, der Rest ist mein Appell an den gesunden Menschenverstand und wechselseitige (!) Rücksichtnahme auf die Bedürfnisse des jeweils anderen! Anonyme Anzeigen ohne ein Gespräch oder eine Vermittlungsbemühung verurteile ich demgegenüber ganz massiv, auch die aber hat es leider gegeben.

Ob nun Trafoturm oder so einige Einzelpunkte, die mit Bereichen des Amtes zu klären waren und sind, Kontakte zu den U500-Gemeinden, Bemühungen auf Kreisebene, Einzelsituationen im Dorf oder ... oder ... oder: Wir sind am Ball und die Dinge sind gut am Laufen.

 

Kommentare und Antworten

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Bemerkungen :

  • user
    Annette Schaffhirt-Herbing 04. Sep. 2012 Beim 11:11
    Gegen den Einsatz von " Maschinen " bis 20 Uhr ist nichts zu sagen !
    Auf den Äckern bei Schlagsülsdorf fahre die " Maschinen " jedoch
    über die ganze Nacht ! Habe zahlreiche " zerfetzte Wildtiere " , wie
    Rehe , Füchse und Marderhunde auf den Feldern gefunden ! Ist das
    " in Ordnung " ?
  • user
    Olivia Althaus-Apmann 29. Aug. 2012 Beim 01:25
    Gedanken zum Bericht des Bürgermeisters vom 20.08.2012, speziell das Thema anonyme Anzeigen

    Niemand muß jemanden mögen. Sympathie und Antipathie sind absolut individuell und bleiben jedem einzelnen überlassen.

    Und dennoch sollte es für jeden einzelnen möglich sein, mit anderen zu sprechen.Dem,dem man etwas sagen möchte, in die Augen zu sehen und seine Kritik persönlich und offen auszusprechen. Einfach zu sagen,was einem nicht gefällt. Dann hat auch der andere eine Chance, diese Kritik wahrzunehmen und Verbesserungen einzuleiten.Oder aber berechtigte Argumente für das eigene Verhalten zu formulieren. Diskurs statt Dissenz ist dabei das Motto.

    Was aber gar nicht geht, ist anonym zu diskreditieren. Andere Menschen -ob berechtigt oder nicht- klammheimlich anzuzeigen, ohne mit dem eigenen Namen für seine Meinung und seine Wünsche einzutreten. Das ist nicht nur feige,sondern auch gemein und paßt nicht in ein Dorf, dass stolz sein kann auf seine Entwicklung,dass viele engagierte Bürger hat und in dem ehrenamtliche Arbeit und aktives Dorfleben stattfinden.

    Leider ist es immer so,dass die negative Schlagzeile die lauteste ist. Mein Kommentar hier dient heute dem Ziel, weiter an Offenheit und Transparenz zu arbeiten. Und hinterlistigem Verhalten keine Chance zu geben.

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