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Bericht des Bürgermeisters - 21. Februar 2011

Bericht zur Gemeindevertretersitzung am 21. Februar 2011, Dorfgemeindehaus Thandorf.

(Der Bericht des Bürgermeisters wurde heute von dessen Stellvertreter, Henry Michaelis, verlesen und der Redaktion zugesandt. Bürgermeister Wolfgang Reetz konnte aus beruflichen Gründen an der heutigen Sitzung der GV nicht teilnehmen.)

 

Die winterliche Ruhe - wenn es sie denn gab - ist fast vorbei. Und wieder gab es in den Schneemonaten Grund genug für so manche Aufregung.  Nicht nur, dass so getan wird, als hätten wir die gesetzliche Räumpflicht erfunden (haben wir nicht!). Es werden auch wüste Beschimpfungen per Mail zugestellt, in denen (wörtlich) ausgeführt wird, das „die ehrenwerten Gemeindevertreter ohnehin nur über unwichtige Dinge diskutieren anstatt für schneefreie Straßen und Wege zu sorgen“. Asphaltblanke Wege und Straßen sind also im Rückschluss das einzige, wofür wir zu sorgen haben, alles andere ist demnach unwichtig. Gut, das ist einfach. Wir werden es dennoch nicht tun. Natürlich kommen diese zukunftsweisenden Anforderungen anonym, das ist ja so bequem. „Wackeldackel00“ ist so ein Kandidat von mehreren, der ohne Gesicht und Rückgrat aus dem Hinterhalt Attacken fährt. All denen sei gesagt: Es interessiert uns nicht. Wo berechtigt etwas besser gemacht werden kann und sollte und uns dies mit einem Gesicht gesagt wird, werden wir uns selbstverständlich engagieren. Die Wackeldackel dieser Welt jedoch werden nur noch mit zwei Klicks bedacht: Verschieben - Mülltonne.

 
Noch einmal sei der Vollständigkeit halber erwähnt: Wir haben Winter und leben freiwillig in Norddeutschland.
   
Danke sei aber an dieser Stelle denjenigen gesagt, die tatkräftig an der Milderung der Einschränkungen - unter anderem am Heiligabend! - mitarbeiteten: Unserer Freiwilligen Feuerwehr und Klaus Lafrenz. Ohne Euch wäre manche Geschichte ganz anders ausgegangen und mancher Weihnachtsbesuch wäre ausgefallen.

Schade nur, dass das von so vielen nicht gesehen und als selbstverständlich hingenommen wird. Im Namen aller deshalb von dieser Stelle noch einmal: Danke Klaus, danke Jochen stellvertretend für die Kameradinnen und Kameraden!

Der Schnee ist weg, jetzt arbeiten wir mit Hochdruck weiter an den Projekten unter dem Titel „Zukunft gestalten“.

In Zeitungen und wenige Minuten nach Veröffentlichung auf unserer Internetseite war es lesen: Das Landesverfassungsgericht hat nun eine mündliche Verhandlung zu unserer Klage gegen die Kürzungen aus dem FAG anberaumt. Am 31.März um 11.00 Uhr wird in Greifwald das Verfahren gegen die Landesregierung eröffnet, zusammen mit unseren Mitklägerinnen Hohenbollentin und Hugoldsdorf werden wir selbstverständlich nach Greifswald fahren und an der Verhandlung teilnehmen. Man darf gespannt sein, wie die Verfassungsrichter die Situation bewerten und beurteilen....

Ein weiteres Projekt soll heute seinen Abschluss finden: Die Versorgung im Ort und vor allem endlich auch in Schlagsülsdorf mit dem so genannten „schnellen Internet“ DSL 2000-6000.  Am 18.01. wurden die Ausschreibungsergebnisse in Rehna präsentiert, zusammen mit Utecht haben wir daraus einen Weg abgeleitet, den es heute zu bestätigen gilt. Damit würden wir gerade noch auf den letzten Wagon des Zuges aufspringen, denn nur noch dieses Jahr ist die Versorgung förderfähig. Ohne die würden wir wahrscheinlich für Jahrzehnte von moderner Kommunikationstechnik ausgebootet bleiben. Wir wollen, wir werden und wir müssen deshalb (wenn wir wirklich mit Verantwortung gestalten wollen), mitfahren!

Mit weitem Zukunftsblick haben wir zudem in den letzten Wochen die Entscheidung zum Austritt aus der WEMAG vom Herbst 2009 noch einmal beleuchtet. Ich zitiere einen deutschen Philosophen:

Wer einmal einen Entschluss gefasst hat und sein Ohr auch für beste Gegengründe verschließt, zeigt starken Charakter. Und damit gleichzeitig den gelegentlichen Willen zum Kleingeist“


Soll heißen: Wenn Informationen und Entwicklungen sich verändern, darf und muss kluger Weise eine getroffene Entscheidung auch mal hinterfragt werden. Wir haben hingehört auf neue Gründe, Entwicklungen und Argumente, im Ergebnis wird heute noch einmal über diese Chance in der weitläufigen Zukunft beraten und letztmalig abgestimmt werden. Dafür mahne ich vehement an:

  • Wer sehr unsicher ist, ob Thandorf sich an der WEMAG beteiligen sollte, kann nicht ja sagen.
  • Wer unsicher ist, ob es nicht doch klug wäre und Thandorf nutzen könnte, kann auch nicht nein sagen.
  • Die einzige logisch richtige Entscheidung ist dann die Enthaltung!  


In jedem Fall wird heute dieses Zukunftsprojekt abgeschlossen – ob unter Nutzung der Chancen oder unter deren Versäumnis....

Für die Umsetzung des Zieles „Energiedorf“ haben im Dezember und Januar weitere Gespräche im Hinblick auf eine Machbarkeitsstudie stattgefunden, die Angebote werden nun in Kürze vorliegen. Ich gehe davon aus, dass in der nächsten GV am 04.04. darüber dann entschieden werden kann.

Und weiter: Im Dezember hat auf Initiative von Thandorf und Königsfeld die angekündigte Folgeveranstaltung zum Jugendaustausch mit Svenljunga (Schweden) und Tamsalu (Estland) stattgefunden. Endlich wurde es dabei konkret und im Ergebnis steht fest: Noch dieses Jahr 2011 wird es diese Möglichkeit geben, ca. 12 Schülerinnen und Schüler aus unserem Amtsbereich (und damit auch die Chance für Thandorfer Jugendliche - darum ging es uns!) im Austausch nach Schweden reisen zu lassen. Ein weiteres Projekt, das nun in der realen Umsetzung ist!

Weniger von Erfolg beschieden ist dem Engagement fast des gesamten Dorfes gegen die Biogasanlage beschieden gewesen, das ist inzwischen bekannt. Wie zu ahnen war hat sich das „StALU“ (Staatliches Amt für Landschaft und Umwelt) über vieles hinweg gesetzt  und gegen alle Bedenken die Anlage genehmigt. Dabei jedoch sind erhebliche Verfahrensfehler bis hin zu nachweislichen Falschangaben in der Behörde gemacht worden – der Grund für uns dafür, dass wir am 22.12.2010 Widerspruch eingelegt haben. Dieser wird die Industrieanlage zwar nicht verhindern, jedoch die Unregelmäßigkeiten und Versäumnisse in der Behörde aufzeigen. Insgesamt sind eine Vielzahl unserer Auflagen und Einwände aufgegriffen worden, immerhin.

Noch immer aber fehlt seitens der Betreiber ein Konzept zur „Koexistenz mit Nutzen für Thandorf“, schade. Wir sind und bleiben gesprächsbereit!

Weiter verbreitet wurde demgegenüber unser Internetkonzept. Im Oktober stellte ich es im Amtsausschuss den Amtsgemeinden vor, darüber hinaus gab es Gespräche mit den Gemeinden des Amtes Klützer Winkel. Am 01.02. präsentierten Michael Finkenthei und ich das Konzept in Klütz, die Übernahme unseres Vorgehens in den dortigen Gemeinden und der Stadt Klütz ist nun wahrscheinlich.

 

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