Loading...

Der Umweltausschuss des Kreistages hat getagt

Gestern, am 16.02.10, kam in Grevesmühlen der Umweltausschuss des Kreistages zu seiner Beratung zusammen. Als einer von zwei Hauptpunkten stand, ausgelöst durch unsere offizielle Anfrage vom Dezember 2009, auf der Tagesordnung „Biogasanlagen in MV“.

Aus Thandorf nahmen daran als Gäste Stefan Schäper und ich teil, es erschienen darüber hinaus die Herren Babbe und Hennicke.

Eingangs wurde zum Thema eine Präsentation vorgetragen, die Standorte und gesetzliche Grundlagen für die Errichtung und den Betrieb von Biogasanlagen aufzeigte, also den status quo. In der Diskussion bildeten sich schnell zwei Fronten, Befürworter (der Ausschuss ist überwiegend aus ebenfalls anlagenbetreibenden Landwirten / Investoren besetzt) und Gegnern.

Immer wieder wurde von den Ausschussmitgliedern Krüger und Altmann darauf gedrängt, dass „eine Gesamtbilanz für Biogasanlagen grundlegend sein müsse“, diese jedoch, so der Behördenvertreter Herr Boie, „gebe es nicht und sei auch kein Prüfkriterium für die Genehmigungsbehörde“. Er gab zu, dass „eine Anfahrt von Einlagestoffen über 12 km unsinnig sei und das die Tatsache, dass ein vernünftiges Wärmekonzept nicht pflichtig sei, generelle Schwachpunkte im Verfahren darstellten“.

Durch Mehrheitsentscheid wurde auch den Gästen das Wort erteilt, Herr Babbe stellte in seinem Beitrag erneut heraus, dass „nur Unwahrheiten verbreitet würden und er sich darüber hinaus frage, warum sich ein Kreistagsausschuss mit Biogas befassen müsse“, worauf wir entgegneten, dass „gerade die auch von den Behördenvertretern aufgezeigten Schwachpunkte in unserem Fall zuträfen und deshalb die Politik gefordert sei, das Prüfverfahren zu überdenken“.

Der Vorsitzende, Herr Rotermann, legte nahe, dass „die Parteien sich in einer festgefahrenen Situation sich doch auch verständigen sollten“, was wir über Gesprächsersuchen auch in den vergangenen Wochen immer wieder versucht hatten, was jedoch auch gestern wieder mit dem Hinweis „mit diesen Menschen kann man nicht reden“ seitens Herrn Babbe abgelehnt wurde.

Der Ausschuss wird seine uneinheitliche Meinung zu Biogasanlagen protokollarisch dokumentieren und eingebrachte grundsätzliche Bedenken zum Verfahrensweg festhalten.


 

Kommentare und Antworten

×

Name ist erforderlich!

Geben Sie einen gültigen Namen ein

Gültige E-Mail ist erforderlich!

Gib eine gültige E-Mail Adresse ein

Kommentar ist erforderlich!

Captcha Code Kann das Bild nicht gelesen werden? Klicken Sie hier, um zu aktualisieren

Captcha ist erforderlich!

Code stimmt nicht überein!

* Diese Felder sind erforderlich.

Bemerkungen :

  • user
    Michael Finkenthei 23. Feb. 2010 Beim 10:09
    Mittlerweile hat - eine Woche nachdem der Ausschuss getagt hat - auch die SVZ berichtet. Beachten Sie den zweiten Link in der Aufzählung oben.

    Das die Biogasanlage jetzt in Schlagsülsdorf gebaut werden soll, wäre eine Neuigkeit, wenn es denn stimmen würde, aber sei es drum. Vor solchen Irrtümern ist ja bekanntlich niemand sicher, das nehmen wir auch hier für uns nicht in Anspruch.

    Aber die Idee, dass eine 180-Seelen-Gemeinde erst in ein Fernwärmenetz investieren soll, um dann kostenlos an Fernwärme zu kommen, das darf man schon als mindestens etwas drolligen Gedanken ansehen - oder ist es das, worüber wir hier ernsthaft diskutieren sollen?

    Dann müsste hier auch die Antwort erlaubt sein, dass Fernwärme bei vornehmlich Ein-und Zweifamilienhäusern, wie sie hier nun einmal üblich sind, nicht wirklich den optimalen Weg zur ökologisch nachhaltigen Heiztechnik darstellt. Von der Wirtschaftlichkeit mal ganz abgesehen. In dieser Hinsicht sind wir alle hier schon lange gespannt, wie sich solch ein Konzept rechnen soll.

    Andererseits: haben wir im Winter nicht alle davon geträumt, einen geheizten Bürgersteig hier in Thandorf zu haben, den keiner mehr freischaufeln muss?

    Aber gut, wir müssen offensichtlich solche Dialoge hier monologisieren, wenn sonst keiner mitmacht. Anscheinend fällt es manchen etwas schwer, mit uns zu reden, wenn wir aber auch immer gleich solche gemeinen, kniffligen Fragen aufwerfen.

    Vielleicht mag ja mal bei der SVZ jemand weiter kommentieren.
  • user
    Michael Finkenthei 17. Feb. 2010 Beim 09:25
    Herr Babbe findet also, dass \"nur Unwahrheiten verbreitet werden\"? Nun, es liegt an ihm, diese richtigzustellen. Gesprächsangebote seitens der Thandorfer Einwohner und der Gemeinde gab es reichlich. Herr Reetz war bekanntlich auch schon im Amt Rehna, um mit Herrn Babbe zu reden.

    Auch die Seiten von Thandorf.de sind für eine offene Diskussion jederzeit zugänglich. Das wurde Herrn und Frau Hennicke schon auf der GV-Sitzung in Schlagsdorf versichert, und dazu stehen wir nach wie vor. Wenn auf diesen Seiten etwas nicht stimmt, so korrigieren das wir hier grundsätzlich umgehend, sowie man uns nachweist, wo der Fehler liegt.

    Wenn zu solchen Angeboten allerdings nichts weiter kommt als in abschätzigen bis überheblichen Tönen vorgetragene Ablehnung, so liegt die Vermutung nahe, dass die Herrschaften schon wissen, weshalb sie so agieren.

    Mit anonymen Nachreden und Unterstellungen gegen den Bürgermeister vorzugehen, so wie in den letzten Wochen hier erlebt, das wird niemandem weiterhelfen. Schon gar nicht den Antragstellern.

Thandorf.de wird Ihnen präsentiert von der Gemeinde Thandorf, Kreis Nordwestmecklenburg: zum Impressum / Datenschutz

Collage - Thandorfer Bauten