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Die Gemeindevertretung informiert

Inhaltliche Veränderung geplanter Termine: Einwohnerversammlung statt Diskussionsabend "Energie"

Es war anders geplant und in der öffentlichen GV am 28.11.2011 entsprechend formuliert: Der bereits seit 8 Monaten für eine Einwohnerversammlung feststehende Termin 23.01.2012 sollte zum Einwohner-Diskussions- und Beteiligungabend "Neue Energie in Thandorf" umgewidmet werden. Äußere Umstände führten jetzt dazu, dass die gesamte "Termin-Linie" für das Projekt vom 28.11.2011 ausgesetzt werden muss! Was nicht schlimm ist, schließlich "brennt ja nichts an und nichts geht verloren".

23. Januar wird wieder zur 

Einwohner-Versammlung "Halbzeitbilanz"

Nachdem Verzögerungen, auf die wir keinen Einfluss haben, aufseiten Dritter eingetreten sind, wird die "Drei-Schritt-Beteiligung" der Bürger und Bürgerinnen für das Energie-Projekt auf (ca.) März verschoben und der 23.01.2012 wieder zu dem, was er ursprünglich sein sollte: Eine Öffentlichkeitsplattform für alle Einwohner (m/w) zur "Halbzeit" der GV-Wahlperiode!

Einladungen nächste Woche

Die Einladungen werden Sie in der kommenden Woche in Ihren Briefkästen und auch hier im Netz finden, dann hoffen wir natürlich 

Sie alle als interessierte Bürger/innen an diesem Abend begrüßen zu können!

 

 

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Bemerkungen :

  • user
    norbert kleiner 04. Feb. 2012 Beim 12:44
    lieber michael, danke für dein aufrichtiges zitat – es spricht mir voll aus dem herzen! leider ist beim senden unseres offenen briefes die titelzeile nicht mitkopiert worden – sorry. das wort \"internet-krieg\" hat wolfgang in einem mail vorgestern nacht an mich benutzt. keiner in schlagsülsdorf hat lust auf eine solche art der auseinandersetzung.

    wie von dir gewünscht, werde ich jetzt die namen der unterzeichner des briefes nachreichen (alphabetisch):

    norbert kleiner
    michael köhler
    angela lafrenz
    johanna lafrenz
    liane lafrenz
    klaus lafrenz
    frank may
    gudrun may
    petra stach
    thomas stach
    annette schaffhirt-herbing
    claudia helmcke
    torsten helmcke
    hanne wilberg

  • user
    Michael Finkenthei 03. Feb. 2012 Beim 01:36
    „Ich missbillige, was du sagst, aber würde bis auf den Tod dein Recht verteidigen, es zu sagen.“ - E.B. Hall, in einer Biographie zu Voltaire, 1906: \"The Friends of Voltaire\".

    Von meiner Seite aus nur so viel: Auf den offenen Brief, mit den Namen der Unterzeichner, wartet die Redaktion von Thandorf.de bis heute. Und das wohl schon seit dem 2. Januar. Natürlich werden wir gerne einen eigenen Artikel daraus machen, zumal das Kommentarsystem eigentlich nicht für solch längliche Texte wie oben gedacht ist, und ein eigener Artikel besser such- und verlinkbar wäre.

    Und keine Sorge, ein "Internet-Krieg" wird das nicht. Das hier ist nicht mal ein Sandkasten.
  • user
    norbert kleiner 03. Feb. 2012 Beim 12:34
    Thandorf-Schlagsülsdorf, Freitag, 3. Februar 2012

    Verehrter Herr Bürgermeister,

    es ist erstaunlich, wie du auf die Aktivitäten von uns Einwohnern aus dem Ortsteil Schlagsülsdorf reagierst. Willst du es endlich zur Kenntnis nehmen, dass wir tief enttäuscht sind, wie du in der Sache der WKA mit uns Betroffenen seit zwei Jahren hier oben umgehst. Und wie du versuchst, diese Auseinandersetzung auf mich zu reduzieren?

    Ist es nicht so, daß DU jede Gelegenheit wahrnimmst, mit Hilfe der Presse deine Ziele darzustellen?

    Nun, da ich in diesem Gewerbe seit über 40 Jahren Erfahrung habe, war es logisch, zur Untermauerung unserer Argumente, die Fakten zu prüfen. Also zu recherchieren. Und zwar doppelt und dreifach.

    Die Ergebnisse haben WIR – die 14 Unterzeichner des offenen Briefes an die Miteinwohner in Thandorf – ausreichend diskutiert und in einem öffentlichen Brief bekannt gemacht.

    Wir mußten uns mit großer Mühe über Gesetze und Auflagen sachkundig machen, in vielen Stunden der Diskussion über deren Bedeutung und Auswirkung verständigen. Aufgaben, die eigentlich deine gewesen wären.

    Die du im Vorfeld dieses ehrgeizigen Projektes längst hättest prüfen müssen, um dann damit – sollten sie machbar sein – vor die Gemeinde zu treten. Und wenn nicht machbar, es ganz einfach aufzugeben.

    Du hast ja über deine behördlichen Kontakte in Erfahrung bringen können, was wir dort wissen wollten und dabei erfahren haben. Du ziehst nur die falschen Schlüsse daraus. Die Ergebnisse unserer Recherche sind in der Art und Weise, wie du das Thema WKA durchsetzen willst, für dich sicher enttäuschend.

    Deshalb noch einmal in Klartext für alle Einwohner in Thandorf:

    1. Thandorf ist kein Windeignungsgebiet und deshalb kann dort nicht repowert werden. (§ 7 Abs. 4, Seite 1, Nr. 3 – § 35 Abs. 3, Seite 3 BauGB – § 35 Abs. 1, Nr. 5 BauGB).

    2. Die vorgesehene Bürgerbefragung nach Abschluß der Präsentation und Diskussion hat ausschließlich informellen Charakter und hat ausdrücklich keine Rechtswirksamkeit. Schon gar nicht darf diese in Form einer Wahl stattfinden. Sie kann nur im Rahmen einer Einwohnerversammlung per Handzeichen oder Stimmkarte ein \"Stimmungsbild\" wiedergeben.

    3. In den Ausschließlichkeitsgründen der Komulverfassung nach § 20 Abs. 2, Katalog 1-7, Punkt 4 ist dargestellt, daß das Projekt \"Repowern\" nach § 36 des BauGB, der alleinigen Verantwortung des Gemeinderats im Rahmen des Zulassungsverfahrens unterliegt. Somit auch ein Bürgerentscheid ausgeschlossen ist.

    Soweit einige Fakten zu diesem Thema.

    Deine persönlichen Angriffe, Unterstellungen und Beleidigungen treffen mich nicht im Geringsten. Ich befinde mich im völligen Einklang und im Austausch mit meinen Nachbarn in Schlagsülsdorf. Wir werden tatkräftig um Unterstützung unserer Mitbewohner in Thandorf bitten. Wir haben genügend sachliche Argumente, um sie für unser Anliegen zu gewinnen.

    Sie sollen aber wissen, daß wir alle Behauptungen, Zitate und Rechtshinweise
    Punkt für Punkt belegen können. Auch per eidesstattlicher Versicherung. Wir werden uns nicht auf dein Niveau einlassen. Dein immer wieder gemachter Hinweis, daß noch nichts entschieden und rechtzeitig informiert werden wird, ist absurd. Das von dir in Gang gesetzte Projekt \"100-Prozent-Energie-Gemeinde\" ist in einer inhaltlichen, umfassenden und bedeutsamen Darstellung bis heute nicht öffentlich erfolgt. Immer nur wieder über die Presse zitiert!

    Zur Richtigstellung deiner Aussagen, ein paar Hinweise:

    1. Da ich zu den Gegnern der WKA gehöre, kann ich mich folglich auch nicht an einer Projektgestaltung beteiligen.
    2. Wir haben in unserem Öffentlichen Brief niemanden außer dir und Herrn Boje zitiert und können diese Aussagen belegen und bezeugen.
    3. Die neue WKA ist so hoch wie der Kölner Dom.
    4. Wir kneifen nicht vor einem Bürgerentscheid, er ist gesetzlich ausdrücklich ausgeschlossen (s.o.).
    5. In der Einwohnerversammlung wurden lebhaft eine Reihe von Gestaltungsvorschlägen gemacht. Ich habe deshalb geschwiegen, weil
    zum einzigen Thema, der WKA, ausdrücklich keine Redemöglickeit
    gewünscht war. Mein Gestaltungsvorschlag hätte gelautet: Lasst das!
    6. Als bibelfester Mann, bin ich in großem Respekt vor Menschen, Tieren und der gesamten Umwelt erzogen worden. Dieses weiter zu bewahren, ist unser Begehren. Für Schlagsülsdorf und auch Thandorf.

    Abschließend möchte ich dir sagen, daß ich an keinem \"Internetnet\"-Krieg interessiert bin. Ich (Wir) werden lieber mit großer Aufmerksamkeit und Beteiligung auf den gegebenen Plattformen der Gemeinde teilnehmen, zuhören und mitberaten.

    Herzlichst, Norbert Kleiner





    Protokoll zum Projekt \"!00-Prozent-Energie-Gemeinde\"


    11. Februar 2010:

    In einem Bericht der SVZ spricht der Bürgermeister über den Windpark Thandorf/Lüdersdorf.
    Es sollen drei neue Windkraftanlagen der modernen Bauart von jeweils 2,5 MW, mit einer Höhe von rund 160 Metern, errichtet werden. Dafür werden die beiden alten Anlagen abgebaut.

    Ein Blick in die im September 2009 herausgegebene Dokumentation des Deutschen Städte- und Gemeindetages, dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung zur Repowering von Windenergie-
    anlagen, hätte ihm gezeigt, dass es gesetzlich vorgeschrieben ist, zwei alte Anlagen gegen eine neue zu ersetzen. Aber nur dann, wenn das Gebiet ein Windeignungsstandort ist.

    15. Februar 2010:

    Durch den Bericht in der SVZ ausgelöst, treffen wir uns Schlagsülsdorfer Einwohner, um uns als Hauptbetroffe auf die Gemeindevertretersitzung vorzubereiten. 87.5 % (14 Personen) stimmen gegen das Vorhaben des Windparks – ausgenommen zwei Einwohner, die als Verpächter der
    beiden Windräder verständlicherweise nicht an unserer Diskussion und Abstimmung teilgenommen hatten. Vier eingeladene Gemeindevertreter versichern per Handschlag, nicht gegen den Willen der Mehrheit der Schlagsülsdorfer für ein Repowering der alten Windanlagen zu stimmen. Ein
    weiteres Mitglied der Gemeindevertretung schloss sich uns wenige Tage später per Mail an.

    25. Februar 2010:

    Der Bürgermeister stellte im Rahmen der Sitzung eine Präsentation zum Thema
    Windpark Thandorf-Lüdesdorf vor. Dieser Sitzung war vorausgegangen, dass der Bürgermeister mit Vertretern der WKA-Projektierung (Naturwind) aus Schwerin bereits Gespräche mit den
    Verpächtern der alten Anlage über die zukünftige Errichtung führte. Ohne mit dem bisherigen Betreiber, Familie Fuchs aus Wiesbaden, über deren Zustimmung eines Repowering gesprochen
    zu haben. In der Nachbargemeinde Neuleben waren die Vertreter von Naturwind bei einem Landbesitzer, um ihm einen Pachtvertrag in beträchtlicher Höhe anzubieten. Die Sitzung endete ohne Ergebnis. Damit war für uns Schlagsülsdorfer das Thema Windpark vom Tisch.

    28. November 2011:

    Auf der Gemeinderatssitzung wird unter Punkt 6 der Tagesordnung im Zusammenhang mit der
    \"100-Prozent-Energie-Gemeinde\" eine Beschlußfassung angekündigt:

    1. Präsentation der \"100-Prozent-Energie-Gemeinde\" am 7. Januar 2012 im Gemeindehaus –
    im Rahmen des Repowering der alten Anlage und der Neueinrichtung einer 2,5 MW starken Windkraftanlage. Mit der Möglichkeit, Fragen an die Gemeindevertreter zu stellen.

    2. Eine Woche später, am 14. Januar 2012, wird dann eine Einwohnerabstimmung über
    dieses Projekt stattfinden. Sollte dabei eine Mehrheit erreicht werden, wird das Vorhaben
    ausgeführt.

    Wie schon im Frühjahr 2010, gab es auch dieses Mal keinerlei Vorinformationen gegenüber
    den Einwohnern von Thandorf und Schlagsülsdorf oder einen öffentlichen Meinungsaustausch
    darüber. Wir stellten einen Eiwohnerantrag, diesen Punkt von der Tagesordnung zu nehmen, da wir laut Komunalverfassung zu diesem Punkt kein Diskussionsrecht gehabt hätten.

    Nach Beratung der GV wurde uns dann die Möglichkeit gegeben zu diesem Punkt Stellung zu
    nehmen. Es wurde beschlossen, am 23. Januar eine Einwohnerversammlung abzuhalten, in der umfassend das Konzept, der Standort, die nötigen Einrichtungen für Netzanschluß, Belastung
    von Landschaft und Tierwelt, Auswirkung auf Immobilienwerte, die ökonomischen Ergebnisse für Gemeinde und deren Einwohner, Anlagenbauer und die Betreibergesellschaft zu präsentieren.
    Anschließend findet eine gründliche Aussprache der Einwohner und dem Gemeinderat,
    unter der möglichen Begleitung eines Mediatoren, zu diesem Vorhaben statt.

    Auf der nächsten ordentlichen Sitzung des Gemeinderats soll dann auf Grund der
    Ergebnisse und Eindrücke dieser Versammlung, geprüft und beraten werden, ob es zu
    einem Beschluß über eine Einwohnerbefragung kommen soll.

    Mitte Januar 2012:

    Die beschlossene Einwohnerversammlung zum Thema WKA wird abgesetzt und auf Mitte
    März vertagt. Als Grund wird angegeben, dass es noch planerische Probleme bei der
    Projektierungsarbeit gibt.

    23. Januar 2012:

    Auf der GV-Sitzung zur Halbzeitbilanz des Gemeinderats wird im ersten Teil über die
    Ergebnisse berichtet – im zweiten Teil werden die weiteren Planungen vorgestellt. Zentraler Punkt ist die Darstellung auf einem Flip Chart zur \"100-Prozent-Energie-Gemeinde\":

    Präsentation – Diskussion – Bürgerbefragung

    Darunter stand in rot markiert: Keine Diskussion!

    25. Januar 2012:

    Am Mittwoch Morgen erscheint in der SVZ im Lokalteil ein halbseitiger Bericht:
    \"Thandorf entscheidet über Windrad\".

    Der Bürgermeister erläutert die Zielsetzung und Durchführung der 100-Prozent-Gemeinde.
    Er stellt die Erfolgsmöglichkeiten und Einkommensvorteile für die Gemeinde und deren
    Einwohner vor. Er spricht über Stromversorgung der Thandorfer Abnehmer. Er spricht vom
    demokratischen Abstimmungsvorgang und erklärt die nötigen Stimmanteile zum Erfolg.
    Er warnt vor dem gegenteiligen Ausgang: dem Verlust des \"Status einer 100-Prozent-
    Energie-Gemeinde\" und dessen Folgen. Er spricht über uns, den Einwohnern des Orteils Thandorf-Schlagsülsdorf und sagt, dass es dort \"vier bis fünf Bürger\" gibt, die ganz massiv dagegen sind – und aber auch \"zwei oder drei, die davon profitieren würden\".

    26. Januar 2012:

    \"Thandorfer Gemeindevertreter blicken auf erfolgreiche erste Hälfte ihrer Amtszeit\"

    Unter diesem Titel erscheint in der SVZ ein Bericht über die Einwohnerversammlung vom
    Montag. Kein einziger Satz über das Projekt Repowering der Altanlagen in Schlagsülsdorf.

    Der Bürgermeister wird zitiert:

    \". . .wir wollen respektvoll und in Offenheit miteinander umgehen\"

    Ende Januar 2012:

    Wir Einwohner Schlagsülsdorfs, die sich mehrheitlich gegen das Repowern aussprechen,
    fragen uns, was der Bürgermeister darunter versteht: respektvoll und offen.

    Was wäre geschehen, wenn wir den Beschluß vom 28. November 2011 nicht verhindert hätten?
    Alle Thandorfer-Schlagsülsdorfer hätten am 14. Januar 2012 über ein umstrittenes Vorhaben abstimmen müssen, dessen Planung nicht fertig ist und dessen Rechtmäßigkeit in Zweifel steht.

    2. Januar 2012:

    Wir Einwohner von Thandorf-Schlagsülsdorf beschließen, einen Öffentlichen Brief
    auf thandorf.de zu veröffentlichen.
  • user
    Wolfgang Reetz 02. Feb. 2012 Beim 09:14
    So ein spannender Beitrag, ich war beim Lesen dann doch unsicher ob der bibelfeste Verfasser nun seinem journalistischen Beruf nach geht (den er hoffentlich zumindest heutzutage mit mehr Sachkenntnis ausfüllt) und eine Glosse schreibt oder ob er das ernst meint. Dann hatte ich vor, jeder Unwahrheit sachlich zu begegnen - und musste feststellen, dass nach dem Herausstreichen aller Unterstellungen, Übertreibungen (nicht alles, was hinkt ist auch ein Vergleich....siehe Kölner Dom und BGA im Text) und Falschdarstellungen nur ein Satz übrig blieb: Nobert Kleiner (der von sich gerne im pluralis majestatis spricht, vgl. seinen Text) bzw. 14 von 176 Einwohnern (siehe ebenfalls seinen Text) sind dagegen. So weit, so gut.

    Jeder in Thandorf weiß: Wir informieren transparent auf jeder denkbaren Plattform, stehen zu allem Rede und Antwort (kein Mensch der im Text ungefragt Zitierten hat einen von uns in jüngerer Zeit zum Gespräch aufgefordert!)und wir sind weit entfernt davon, interessierte Einwohner zu übergehen.

    Erst heute habe ich Norbert Kleiner ermuntert, einen Bürgerentscheid (den er beim Kreis anfragte) herbei zu führen - und jetzt wird gekniffen und gesagt \"entscheidet ihr doch\". Das ist billige Rückdelegation. Vielleicht, weil die Voraussetzungen zu hoch gewesen wären? Oder weil dann ja statt destruktiver Opposition hätte zuhören und andere ausreden lassen müssen (beides keine Stärke des Verfassers)? Oder weil ein Entscheid vielleicht doch ein ungeliebtes Ergebnis haben könnte? Ich weiß es nicht - nur hätte ich mir von einem von jemandem, der \"absolute Wahrheit\" für sich reklamiert und sein Weltbild gerne anderen als das allein richtige aufoktruiert, mehr versprochen. Eine Behauptung oder eine Übertreibung wird schließlich durch ständiges Wiederholen und durch Lautstärke auch nicht wahrer, wenn es sicherlich auch zum journalistischen Handwerkszeug gehört.

    Fakt ist:
    (1) Nichts, aber auch gar nichts ist entschieden.
    (2) Wir werden in der Sache emotionslos informieren, wenn es etwas zu informieren gibt. Zeitnah und rückhaltlos.
    (3) 10% der Einwohner werden nicht über 90% der Einwohner bestimmen - wie laut auch immer die Befindlichkeiten (Argumente sind es ja nicht) vorgetragen werden. Die Mehrheit zählt - und wenn die Einwohner Thandorfs entschieden haben, kann ich und können wir mit jedem Ergebnis gut leben.
    (4) Wir sind jedem Argument aufgeschlossen und wir laden jeden ein (und insbesondere den Verfasser Norbert Kleiner)sich verantwortlich und sachorientiert in eine Projektgestaltung einzubringen.

    Als in der Einwohnerversammlung darum gebeten wurde, Ideen für eine zukünftige Gestaltung zu äußern, da herrschte übrigens Schweigen. Auch bei Norbert Kleiner.

    Norbert, wenn Du mich trotz aller und gerade heute Dir gegenüber erneuerter Beteiligungsangebote (die zu nennen Du übrigens geflissentlich \"vergessen\" hast) nun aus welchem Grunde auch immer als Feindbild ausgemacht hast, dann sei es so; was kümmert es.......wenn.....: Du kennst den volksmundlichen Spruch :-) Nur solltest Du bei der Wahrheit bleiben und die Unterstellungen, Behauptungen und Falschdarstellungen wider besseren Wissens einfach mal lassen.
  • user
    norbert kleiner 02. Feb. 2012 Beim 07:28
    Wer Wind sät, wird Sturm ernten!
    (Sprichwort; abgeleitet aus der Bibel \"Hosea 8,7\")

    Wir sollen uns Etwas präsentieren lassen.
    Wir sollen über Etwas mit diskutieren.
    Wir sollen befragt werden.

    Der Bürgermeister und der Gemeinderat bitten uns demnächst zu Etwas, wogegen wir uns Schlagsülsdorfer schon vor gut zwei Jahren ausgesprochen haben.
    Gegen die Errichtung eines Riesenwindrads hier oben – so groß wie der Kölner Dom.
    Mitten auf dem Acker zwischen Flora-Fauna-Schutzgebiet und Biosphärenreservat.
    Im Austausch für zwei jetzt schon belastende alte Mühlen. Zu nah, zu laut, vor sich her schwingend, rauben sie uns den Schlaf und unsere Gesundheit. Zerstören den Blick auf unsere schöne Heimat. Vertreiben die selten gewordenen letzten Vögel aus ihren angestammten Brutnestern. Vernichten den Wert unserer gepflegten Häuser.
    Ahnungslos und uninformiert sitzen wir in Gemeindeversammlungen. Müssen den Mund halten zu Beschlüssen, die längst gefallen sind. Starren auf Plakate, die uns zeigen, wie alles seine Ordnung hat. Demnächst in dieser Gemeinde.
    In Zeitungen erscheinen Berichte, die uns begeistern müßten. Uns soll es besser gehen. Unsere Kinder werden uns lieben, für die guten Taten ihrer Zukunft.
    Strom wird fließen in Hülle und Fülle, das Schatzkästlein der Gemeinde quillt über, voll mit Einnahmen.
    Und wenn wir nicht gestorben sind, dann ziehen wir des Kaisers neue Kleider an.
    Und die will uns ernsthaft der Bürgermeister überziehen, mit seinem Plan der 100-Prozent-Energie-Gemeinde. Warum brauchen wir dann noch Präsentationen, Diskussion und Bürger-Befragung? Hat der Bürgermeister und ein Teil des Gemeinderats vielleicht Probleme?
    Ist es nicht ganz so einfach, die Subventionen aus den Fördertöpfen der 100-Prozent-Idee zu holen, um die noch leere Kasse zu füllen?
    Muß er also daher mit aller Kraft und Geheimnistuerei eine Idee verwirklichen, die nicht ohne weiteres Rechtens ist. Bei der er lieber mit den Profiteuren in den Hinterzimmern sitzt und Sachen verhandelt, die wir dann absegnen sollen?
    Hat er nicht zu uns, nach dem Scheitern des WIND PARKS THANDORF-LÜDERSDORF gesagt, \"Jeder hat seinen Preis\". Hat er nicht beim Unternehmerabend seinen Gast Boje verkünden lassen, daß jetzt, nach Japans fürchterlicher Katastrophe, jedes Gebiet zum Energiewandel möglich ist?
    Was ist mit den vier Gemeindevertretern geschehen, die per Handschlag uns das Wort gaben, nicht gegen den Willen der Schlagsülsdorfer zu entscheiden. Immerhin 14 von 16 Einwohnern.
    Kennen Sie den wahren Preis einer 100-Prozent-Energie-Gemeinde und die Folgekosten?
    Erst der große Turm, dann die Fördersubvention in die Gemeindekasse und dann die vorgeschriebenen Lasten für die Bürger:
    Unsere Häuser werden (kostenlos) geprüft, wo noch der Schornstein raucht. Fenster werden
    auf Dichtigkeit kontrolliert und Dächer/Wände auf Dämmung sondiert. Dann kommen Auflagen,
    die einzuhalten sind. Und alles wird aus unserer eigenen Tasche zu bezahlen sein.
    Mecklenburg quillt jetzt schon über, vor über produziertem, alternativ erzeugtem Strom.
    Wieso muß der Bürgermeister, ausgerechnet hier – im nicht ausgewiesenem Gebiet – versuchen, ein solches Menschen- und Natur verächtliches Monster zu errichten.
    Da er nicht bereit war, vorher und rechtzeitig und umfassend mit uns darüber zu reden, gehen wir jetzt den Weg an die Öffentlichkeit. Wir wenden uns an die Mit-Einwohner aus Thandorf, mit der herzlichen Bitte an Alle um Unterstützung, das geplante Projekt abzulehnen.
    Warum will der Bürgermeister uns ein X für ein U vormachen?
    Warum will der Bürgermeister nicht mit uns vor all diesen Entscheidungen und Gesprächen offen den Austausch über das Für und Wieder suchen?
    Warum will der Bürgermeister unsere Haltung nicht verstehen, hören und respektieren?
    Warum läßt der Bürgermeister sich auf Verhandlungen ein, die den Lebenswert der Einwohner und der einzigartigen Kulturlandschaft ruinieren?
    Warum weiß der \"Ehrenbeamte\" Bürgermeister nicht, daß die Bürgerbefragung reinen symbolisch-moralischen Charakter und keine Rechtsbindung hat?
    Wir fordern daher die Gemeindevertreter und den Bürgermeister auf, ihren Beschluß zum Repowern der Altanlagen selber und alleine zu treffen. Dabei aber ihre Aufgaben der Information der Einwohner nach § 14 der Komunalverfassung zu beachten und weder eine Bürgerbefragung noch einen Bürgerentscheid herbei zu führen.
    Wir fordern die Gewährleistung unserer Rechte nach dem Baugesetzbuch.
    Das heißt, die Anhörung und Beteiligung im Aufstellungsverfahren. Vorausgesetzt, es sollte überhaupt im Rahmen des Bauleitverfahrens zu einer sachlichen und rechtlichen Entscheidung der zuständigen Behörden kommen, in der Gemeinde Thandorf-Schlagsülsdorf ein \"repowern\" durch zu führen.
    Wegen der Biogasanlage empörte sich unser Bürgermeister damals öffentlich über die Arroganz und Ignoranz des Unternehmers, der keinerlei Rücksicht auf die betroffenen Bürger nehme.
    Dem schließen wir uns von ganzem Herzen an.

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